Wann wird eine Dialysebehandlung erforderlich?

Die Dialyse ist ein blutreinigendes Verfahren und kann die Funktion der aussetzenden Nieren zumindest teilweise übernehmen.

Eine Dialysebehandlung wird immer dann erforderlich, wenn die Nieren im Rahmen einer Erkrankung nicht oder nur noch unzureichend in der Lage sind, Wasser und/oder Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen. Die damit verbundene Ansammlung von Wasser und/oder belastenden Substanzen im Blut kann zu Störungen in fast allen Körperregionen führen (Urämie). Eine ausreichende Nierenfunktion oder Blutreinigung ist daher lebensnotwendig.

In Deutschland leben ca. 80.000 chronisch nierenkranke Patienten, die auf die Dialyse angewiesen sind. Hierzulande kann jeder dialysepflichtige Patient behandelt werden.

Wichtigstes Ziel bleibt aber, die Dialysepflichtigkeit zu vermeiden oder zumindest hinauszuzögern. Deshalb ist es immens wichtig, Nierenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und engmaschig mit einem Nephrologen zusammenzuarbeiten. Zu der besonderen Risikogruppe gehören Patienten mit Diabetes mellitus und Bluthochdruck. Trotz dieser Bestrebungen steigt die Zahl der Dialysepatienten in den letzten Jahren weiter an.