Weitere Blutreinigungsverfahren

Die sogenannte Plasmapherese filtert das flüssige Blutplasma aus dem Vollblut. Damit werden krankmachende Stoffe rasch aus dem Kreislauf entfernt. Anwendungsgebiete sind verschiedene Immunkrankheiten wie z. B. das Guillain-Barré-Syndrom oder die Myasthenia gravis.

Die sogenannte Hämoperfusion dient vor allem der Giftentfernung bei Vergiftungen. Die schädlichen Substanzen werden an einen Aktivkohle- oder Kunstharz-Filter gebunden.

Bei der Lipidapherese werden hauptsächlich Cholesterin und LDL-Cholesterin an einen Filter gebunden. Anwendungsgebiete sind meist erblich bedingte Fettstoffwechselstörungen.

Die sogenannte Rheopherese, ein ähnliches Verfahren, verbessert die Blutfließeigenschaften und die Regulation der Blutgefäßweite. Wichtige Anwendungsgebiete sind z. B. der akute Hörsturz und Augenerkrankungen (Makuladegeneration).  Schließlich besteht auch die Möglichkeit einer überbrückenden "Leberdialyse" bei geplanter Lebertransplantation.