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Medizin und Pflege

Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Eine sehr gute medizinische Versorgung und eine fürsorgliche Pflege sind für uns selbstverständlich.

Viszeralchirurgie

Hier erhalten Sie einen Überblick über unser Leistungsspektrum in der Viszeralchirurgie. Bitte klicken Sie auf den entsprechenden Begriff für weitere Informationen.

Galle

Sollten Sie Gallensteine haben, so können diese zu sehr schmerzhaften Koliken oder Entzündungen der Gallenblase führen. Die Behandlung dieses Gallensteinleidens ist in der heutigen Zeit klassischerweise eine Operation in sogenannter Schlüssellochtechnik, also ein minimalinvasives Verfahren. Hierbei wird die Gallenblase komplett entfernt, was aufgrund der besonderen Anatomie des Organs sicherer ist als die Eröffnung der Gallenblase zur Entfernung der Steine. Der Eingriff wird im Allgemeinen gut vertragen, und eine spezielle Diät danach ist nicht erforderlich. Auf diese Weise ist auch die Entstehung neuer Steine nahezu ausgeschlossen, und die Beschwerden gehören der Vergangenheit an.

Magen

Wir werden als Operateure immer dann tätig, wenn aufgrund eines Magengeschwürs ein Magendurchbruch auftritt, aber auch dann, wenn gut- oder bösartige Tumoren den Magen befallen haben. Bei der Diagnostik solcher Erkrankungen arbeiten wir mit den Kollegen der internistischen Abteilung zusammen, aber auch mit niedergelassenen Gastroenterologen, die uns die Patienten zur leitliniengerechten Mitbehandlung zuweisen. Inwieweit mit der Operation die Behandlung des Tumors abgeschlossen ist, hängt von der mikroskopisch nachweisbaren Ausdehnung des Tumors und dem Befall anderer Organe ab. Wir operieren nach den Standards der onkologischen Leitlinien, entfernen also z.B. soviel Gewebe, dass einem Wiederauftreten des Tumors so gut es geht vorgebeugt wird. Bedarfsweise schließt sich dafür eine medikamentöse Nachbehandlung (Chemotherapie) an. In diesem Bereich besteht eine enge Zusammenarbeit mit einer onkologischen Praxis, die unsere Patienten nach und ggf. schon vor der Operation mitbetreut.

Aber auch bei der Refluxerkrankung (Sodbrennen), die ihre Ursache in einem Zwerchfellbruch hat, wird in den Fällen, in denen eine medikamentöse Therapie nicht zur Beschwerdefreiheit beim Patienten führt, ein operatives Verfahren angeboten, die Fundoplicatio, meist als minimalinvasiver Eingriff. Hierbei wird der Zwerchfellbruch verschlossen und der Mageneingang so verändert, dass der lästige, schmerzhafte und gefährliche Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre eingedämmt wird.

Hernien (Bauchwandbrüche)

Der Bauchraum wird von einem Bindegewebe zusammengehalten, das natürliche Schwachstellen hat, z.B. am Nabel und den Leisten. Aber auch durch Operationen können solche kleinen oder großen Schwachstellen entstehen oder begünstigt werden. Man spricht dann von Hernien. So gibt es dementsprechend Nabelhernien, Narbenhernien, Leistenhernien usw. Solche Bauchwandbrüche unterliegen einem breiten Spektrum an Erscheinungsformen: Von augenfälligen, mitunter eindrucksvollen Veränderungen der Bauchwand bis hin zu solchen, die man nur mit Hilfe von Ultraschall überhaupt nachweisen kann. Diese Brüche können unangenehm bis schmerzhaft sein, aber sie können je nach Größe auch zu kritischen Krankheitsbildern mit Einklemmungsbeschwerden bis hin zum Untergang von Darmanteilen oder einem Darmverschluss führen. Wenn Sie eine Hernie haben oder vermuten, werden wir Ihnen helfen, den richtigen Behandlungsweg zu wählen.

Je nachdem, welche Hernie vorliegt, wird gemeinsam entschieden, ob eine (bzw. welche) Kunststoffnetzverstärkung der Bauchwand in Frage kommt.

Unsere viszeralchirurgische Abteilung führt das Gütesiegel der Deutschen Herniengesellschaft als Qualitätsmerkmal für die Hernienchirurgie.

Darm

Bei vielen Veränderungen am Darm, seien es Verwachsungen, seien es gut- oder bösartige Geschwülste, die häufig im Rahmen von Darmspiegelungen entdeckt werden, wird der Viszeralchirurg tätig, indem er den betroffenen Darmabschnitt entfernt. Häufig ist die Dignität, also die Frage, ob ein Befund gut- oder bösartig ist, nur durch eine Probennahme (Biopsie) oder die Entfernung des gesamten veränderten Areals zu klären. Sofern dies nach den Kriterien für die Darmkrebschirurgie möglich ist, nehmen wir solche Eingriffe in minimalinvasiver Technik vor. Oft aber handelt es sich um offene Operationen in konventioneller Technik. Die Nachbehandlung solcher Erkrankungen hängt vom Ergebnis der sich immer anschließenden feingeweblichen Untersuchung des entnommenen Gewebes ab. Hierzu arbeiten wir mit der Onkologie und der Gastroenterologie zusammen.

Die Anlage künstlicher Darmausgänge (Stoma, Bauchafter) ist in seltenen Fällen nicht zu verhindern, wird aber, wann immer es uns möglich ist, vermieden. Wir sind uns der Gedanken und Ängste unserer Patienten bei diesem Thema bewußt. Sollte bei Ihrer Erkrankung überhaupt ein solcher Eingriff denkbar sein, wird dies immer vorab erklärt. Es gibt übrigens durchaus Erkrankungen, bei denen ein Bauchafter die bessere Wahl ist und der Patient eher am normalen gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann.

Viele Patienten haben – nach einer Entzündung oder nach Operationen – unter Verwachsungen zu leiden. Hier verklebt der Darm mit der Bauchwand oder untereinander, und es sind Zustände denkbar, in denen, beispielsweise bei einem Darmverschluss, eine Operation zum Lösen solcher Verwachsungen unausweichlich ist.

“Die” klassische Darmerkrankung, die chirurgisch zu behandeln ist, ist die Entzündung des Wurmfortsatzes, die akute Appendizitis (“Blinddarmentzündung”). Dieses Krankheitsbild wird in den allermeisten Fällen auf dem Wege der Bauchspiegelung operiert.

Aber auch andere Entzündungen wie die Sigmadivertikulitis, eine Entzündung des Dickdarms im linken Unterbauch, werden chirurgisch behandelt: Entweder konservativ, d.h. mit Medikamenten, oder auch operativ.

Minimalinvasive Verfahren

Bei der minimalinvasiven Chirurgie (MIC) wird der „Flurschaden“ durch den operativen Eingriff so klein wie möglich gehalten, und die Rate an Komplikationen, durch Narbenbrüche z. B., ist geringer. Das kosmetische Ergebnis ist meist besser, und auf diese Weise operierte Patienten sind früher wieder fit und entlassungsfähig.

Wann immer wir diese Operationstechnik bedenkenlos einsetzen können, bieten wir Ihnen einen solchen Eingriff an. MIC-Eingriffe sind heutzutage problemlos möglich bei der Entfernung der Gallenblase, des Wurmfortsatzes („Blinddarm“), bei bestimmten Formen von Darmtumoren, Magendurchbrüchen, Bauchwandbrüchen (z.B. Nabel- oder Leistenbruch), Schilddrüsenerkrankungen usw.

Es werden hierbei über kleine Schnitte von meist unter 1 cm Länge Spezialinstrumente in den Körper eingeführt und der Operationsverlauf über eine hochauflösende Miniaturkamera mit 4K-Auflösung auf großen Bildschirmen beobachtet. Raffinierte Mikrotechnik ermöglicht es so z.B., in der Bauchhöhle den Blickwinkel an die anatomischen Verhältnisse und die Bedürfnisse des OP-Ablaufs anzupassen. So können oftmals besser als bei der offenen Operation die anatomischen Strukturen erkannt und differenziert werden, was dem Arzt ein präziseres Arbeiten und dem Patienten im Allgemeinen weniger Komplikationen und kürzere Heilungszeiten ermöglicht, als es bei einer offenen Operation der Fall wäre.

Wir setzen in unserer Klinik modernste Geräte ein, mit denen sogar die Anzahl dieser kleinen Schnitte weitgehend verringert wird. Bei bestimmten Verfahren reicht nur noch ein einziger Zugang aus, z.B. durch den Nabel, so dass erstklassige kosmetische Ergebnisse erreicht werden können, die bei anderen Verfahren schlicht ausgeschlossen sind. Zusätzlich verwenden wir bei solchen Eingriffen nach Möglichkeit Nahtmaterial, das äußerlich unsichtbar ist und sich von selbst auflöst, also nicht entfernt werden muss.

Unsere Klinik bietet minimalinvasive Techniken u.a. bei folgenden Diagnosen an:

  • Schilddrüsenerkrankungen (Struma, knotige Veränderungen an der Schilddrüse, Kropfoperation)
  • Chronische Reizung der Speiseröhre, sog. Refluxkrankheit („Sodbrennen“), Hiatushernie („Zwerchfellbruch“)
  • Magendurchbruch, Notwendigkeit zur Magenteilentfernung
  • Gallensteine, Gallenblasenentzündung, Gallenabflußstörung
  • Lebertumoren
  • Blinddarmentzündung, Appendizitis
  • Dickdarmdivertikelkrankheit, Divertikulose (gutartige Aussackungen der Darmwand)
  • Dickdarmtumoren (gut- und bösartig)
  • Bauchwandbrüche (Leistenbrüche, Nabelbrüche, Narbenbrüche usw.)

Leider kommen (noch) nicht bei allen Krankheitsbildern und Befundkonstellationen minimalinvasive Eingriffe in Frage. Ob in Ihrem Fall ein solcher Eingriff sinnvoll oder eher problematisch ist, hängt z.B. von Vorerkrankungen und –operationen ab. Dies sollten wir gemeinsam erörtern. In unserer Sprechstunde werden wir Ihre persönliche Situation ausführlich besprechen, um mit Ihnen gemeinsam den besten Behandlungsplan auszuarbeiten, damit Ihnen geholfen werden kann und Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Noch ein Wort zu neuen Techniken und Verfahren…

Die Gesundheit unserer Patienten ist unser höchstes Gut. Die medizinische Forschung treibt bei den operativen Verfahren mancherorts Blüten, die bezüglich des Verhältnisses von Aufwand, Erfolg und Risiko für den Patienten als zweifelhaft anzusehen sind. Wir wissen um die Möglichkeiten und Chancen, aber auch um die Grenzen der MIC-Verfahren und setzen sie im Interesse Ihrer Gesundheit zwar gern, aber nur dann ein, wenn dies für Sie eindeutig von Vorteil ist.

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